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PROJEKTBESCHREIBUNG
FÖRDERUNG & KOOPERATION
 
 
 
 

Förderung

Kooperationspartner

Universität Ulm

Get.On Institut

EU-Projekt "ImplementAll"

Präventionsprojekt zu internet- und telefonbasierten Interventionen bei psychisch belasteten Versicherten in den „grünen Berufen”

Seelische Belastungen haben sich in der Landwirtschaft als bedeutsames Gesundheitsproblem entwickelt mit erheblichen Konsequenzen für das Individuum, Betriebe und das Gesundheitssystem. Psychologische Interventionen zur Prävention von Depression sind nachgewiesenermaßen wirksam. Die Effekte auf Populationsebene sind allerdings abhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme der Zielgruppe. Daten zur Inanspruchnahme psychologisch präventiver Individualmaßnahmen zeigen, dass bisherige Angebote zur Prävention psychischer Erkrankungen von Landwirten nur unzureichend in Anspruch genommen werden.

 

Vor diesem Hintergrund besteht ein hoher Bedarf an wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen darüber, welcher Bedarf bei Landwirten, deren Ehegatten sowie mitarbeitende Familienangehörige besteht und wie diese effektiv erreicht werden können. Zudem soll überprüft werden, ob zielgruppenspezifische Angebote für diese Landwirte wirksam und kosteneffektiv der Entwicklung depressiver Störungen entgegenwirken können.

Vor diesem Hintergrund untersucht der Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie der FAU im Auftrag der SVLFG in zeitlich teils überschneidenden Teilprojekten zum einen die aktuelle Inanspruchnahme und Akzeptanz von präventiven Interventionen bei Landwirten, Gärtnern und Förstern, zum anderen die Wirksamkeit zweier spezifischer Interventionen (online-basierte Gesundheitstrainings, telemedizinische Intensivbetreuung). Zudem werden die neuen Gesundheitsangebote und online-basierten Interventionen im Rahmen einer großen Implementierungsstudie in ganz Deutschland über unterschiedliche Zugangswege den Versicherten der SVLFG angeboten. 

MITARBEITER

Projektleitung

Koordination

Mitarbeiterinnen

AUFGABEN UND ZIELE DES PROJEKTS

Teilprojekt 1: Evaluation der aktuellen Situation

Im Rahmen einer repräsentativen Erhebung an 1000 Landwirten wird die Prävalenz psychischer Belastungen, Inanspruchnahme, Akzeptanz und Barrieren der Akzeptanz präventiver Interventionen erhoben. Darüber hinaus werden verschiedene Maßnahmen zur zielgruppenspezifischen Ansprache vergleichend evaluiert, mit dem Ziel die optimale Vorgehensweise zu identifizieren, wie die Akzeptanz der Präventionsmaßnahmen erhöht werden kann. 

Teilprojekt 2: (Pilot-) Implementierung

Es werden sowohl eine a) online-basierte geleitete Selbsthilfemaßnahme als auch b) ein individualisiertes Einzelcoaching für die Versicherten der SVLFG implementiert. Diese Präventionsangebote stehen den Versicherten als Teil der Gesundheitsangebote neu zur Verfügung. Die Evaluation dieser beiden präventiven Interventionen erfolgt in einem Prä-Post-Vergleich anhand der Veränderung psychischer Beeinträchtigung durch das Training, aber auch weiterer Kennwerte wie Inanspruchnahme, Drop-out und Akzeptanz.

 

An Hand von qualitativen Erhebungen (Fokusgruppen, Interviews) mit relevanten Berufsgruppen (z.B. Außendienstmitarbeiter der Prävention, Mitarbeiter des Telezentrums, Therapeuten) werden wichtige Erkenntnisse zu Barrieren, Förderfaktoren und Prozesskomponenten bei der Implementation erhoben, um darauf aufbauend Handlungsempfehlungen abzuleiten.

 

Zusätzlich werden die Unterschiede in der Inanspruchnahme, die Zufriedenheit mit dem jeweiligen Training sowie der Akzeptanz in Abhängigkeit unterschiedlicher Rekrutierungsstrategien analysiert und darauf aufbauend bei Bedarf Handlungsempfehlungen zur weiteren zielgruppenspezifischen Adaption der Interventionen wie auch der Implementation von a und b abgeleitet.

Teilprojekte 3 und 4: Evaluation der Präventionsangebote: Vergleich des a) online-basierten Gesundheitstrainings und b) telemedizinischer Intensivbetreuung mit der Routineversorgung (TAU) einer Kontrollgruppe – Zwei randomisiert-kontrollierte Studien (RCTs)

Wirksamkeit und Kosteneffektivität der Interventionen a und b werden im Vergleich zur Routineversorgung von Vergleichsgruppen innerhalb von randomisiert- kontrollierten Studien untersucht. Assessments erfolgen zu Baseline, 12 Wochen, 6 und 12 Monate. Die Evaluation der Wirksamkeit erfolgt vor allem anhand der Effekte auf die Entwicklung psychischer Belastungen.

 

Die Evaluation der Kosteneffektivität erfolgt aus gesamtgesellschaftlicher Perspektive unter Berücksichtigung aller direkten und indirekten medizinischen und nichtmedizinischen Kosten. 

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